Schmierstoffe für Motorräder


Öl Technologie - setzt verborgene Kräfte frei


Die Electrosyntec  Technologie erzeugt durch speziell entwickelte synthetische Ester und besondere  Additive elektrostatische Adhäsion. Diese mächtigen intermolekularen Kräfte binden reibungsmindernde Moleküle an die belasteten metallischen Oberflächen und  setzen damit die Reibung sofort , d.h. ab dem Start bis zur maximalen Belastung,  erheblich herab und schätzen somit über den gesamten Zeitraum gegen Verschleiß.

Diese hervorragenden synthetischen Ester die bei der neuen Silkolene Serie zum Einsatz kommen garantieren einen Motorschutz bei Temperaturen bei  denen herkömmliche Mineralöle oder weniger hochwertige synthetische Öle  versagen. Gleichzeitig hilft diese einzigartige Zusammensetzung beim Start und garantiert sofortige Schmierung aller wichtigen Teile.

Diese Kombination  der synthetischen Ester und der speziellen Additive ermöglichen eine völlig neue reibungsmindernde Chemie, die die Reibung an wichtigen Stellen im Motor  minimiert, besonders im Ventil- und Getriebebereich - 2 Gebiete versteckter Kraft, die die Überlegenheit bei der Beschleunigungs- und Vollgasleistung bringen.

Die neuen Produkte der Silkolene - Reihe, die die Electrosyntec  Technologie einsetzen, verschieben die Grenzen der Produktentwicklung und stellen eine neue Generation von Schmierstoffe für die nächste Generation von Motorrädern zur Verfügung. Entwickelt um existierende und zukünftige Abgasnormen zu erfüllen, werden Motorräder mit dieser Technologie mit dem zusätzlichen  Vorteil der Leistungssteigerung, sauberer betrieben werden können.

Leistungsüberprüfungen an den sechs populärsten Motorrädern in Europa  haben eine Steigerung zwischen 1,9 - 3,5 % nachgewiesen.

Allgemeine Infos


Da es bei den Anwendern der  verschiedensten Schmierstoffe immer wieder zu Frage bezüglich der Qualitäten und Eigenschaften kommt haben wir Ihnen hier ein paar grundsätzlich Punkte aufgeführt, die Ihnen bei der Handhabung von Schmierstoffe helfen sollen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns hier so kurz wie möglich fassen, wir  könnten zu allen unten aufgeführten Überschriften mehrere Tage referieren, aber das würde den Rahmen sprengen.

Welche Aufgaben hat  Motoröl?
Die Hauptaufgabe von Motoröl ist natürlich die Schmierung der  beweglichen Teile, um Reibung und Verschleiß zu verhindern. Außerdem ist Motoröl wichtig für den Temperaturhaushalt des Triebwerks. Das Öl nimmt Wärme vom Motor  auf und gibt diese im Ölkühler und über die Ölwanne ab. Somit ist der Ölkreislauf auch ein Kühlmittelkreislauf. Doch neben der Schmierung und Kühlung Übernehmen Motoröle noch zusätzliche, anspruchsvolle Aufgaben, unterstützt durch die sogenannten Additive.

Was bewirken Additive?
Motoröl ist  eine Mixtur aus einem oder mehreren Basisölen und vielen Zusatzstoffen, den  Additiven, die das Öl mit zusätzlichen Eigenschaften ausstatten, damit es perfekt den jeweiligen Einsatzanforderungen gerecht wird. So enthält ein modernes Motoröl verschiedenste, hochwertige Additive, damit das Öl
 

- Schmutzpartikel und Wassertröpfchen aufnimmt und in der Schwebe  hält.
- bei der Verbrennung entstehende Säuren neutralisiert.
- vor  Korrosion und Übermäßigem Verschleiß schützen kann.
- durch Oxidationsschutz vor Ablagerungen schützen kann.
 


Ein auf diese Weise perfekt  auf den Motor abgestimmtes Öl

- erhöht die Lebensdauer von Motor und Getriebe.
- erhöht aufgrund geringerer Reibung die Leistung.
- senkt den Spritverbrauch und schützt die Umwelt.
 


Warum gibt es Öle verschiedener  Viskositäten?
Für die besten Schmiereigenschaften ist es unerlässlich, dass das Öl die richtige Zähigkeit (Viskosität) aufweist. Die Viskosität ist -  vergleichbar mit Honig - abhängig von der Temperatur. Kaltes Öl ist dickflüssig, heißes dünnflüssig. Damit ein Motoröl aber seinen Aufgaben gerecht werden kann, sollte es in einem bestimmten Temperaturbereich, der sich aus den aus der  Einsatzart hervorgehenden Betriebstemperaturen ergibt, eine weitgehend gleichmäßige Viskosität aufweisen. Dieser Temperaturbereich kann sehr breit sein, vom winterlichen Kaltstart unter 0° Öltemperatur bis zu 300°C im Bereich der Kolbenringe bei betriebswarmen Motor. In diesem Temperaturbereich muss das  Motoröl seine oben beschriebenen Aufgaben erfüllen. Dieser Spagat ist nur mit  sogenannten Mehrbereichsölen zu erreichen. Man erkennt sie an dem W in der  Kennzeichnung und den zwei Kennzahlen für den Viskositätsbereich, z.B. SAE 10W40. Ein solches Öl ist flüssig genug bei niedrigen Temperaturen, aber nicht zu dünnflüssig bei hohen Temperaturen. Prinzipiell sollten die niedrigsten vom  Hersteller freigegebenen Viskositäten verwendet werden, denn je “ dicker ” ein Öl  ist, desto mehr Leistung geht im Motor durch Flüssigkeitsreibung verloren. Auch der sogenannte Kaltstartverschleiß ist bei “ dickeren ” Ölen höher, da das Öl längere Zeit benötigt um an die kritischen Punkte gepumpt zu werden.
 

Warum gibt es eigentlich spezielle Motorradmotorenöle?
Heutige  Motorradmotoren haben nur noch das physikalische Grundprinzip gemeinsam mit den  Automotoren. Die Einsatzbedingungen und die Kennwerte unterscheiden sich jedoch gewaltig:
 

- das Öl schmiert sowohl den Motor wie auch das Getriebe
- die  Arbeitstemperaturen sind wesentlich höher als bei Pkws (+50%)
- die  Motordrehzahlen sind bei Motorrädern wesentlich höher
- Die Leistung je Liter  Hubraum ist bei Motorrädern nahezu doppelt so hoch wie im PKW- Bereich.
- die  einwandfreie Funktion der im Ölbad laufenden Kupplung muss gewährleistet  sein
 


All diese erhöhten Anforderungen werden bei der  Entwicklung eines PKW Motorenöles nicht berücksichtigt, daher ist die Verwendung eines speziellen, hochwertigen Motorradschmierstoffes unerlässlich.

Mineral- oder Synthese- Öle?
Mineralöle sind natürlichen  Ursprunges, entstanden in Jahrmillionen durch Zersetzung fossiler Sedimente.  Daher bestehen Mineralöle aus einer vielfältigen Mischung verschiedener Stoffe in verschiedenen Molekülgrößen und mit verschiedenen Siedepunkten. Wird das Mineralöl bei hohen Temperaturen betrieben, so verdampft ein flüchtiger Anteil, das verbleibende Öl verändert seine Eigenschaften und verringert sich in der Menge. Dieser Mengenunterschied muss durch Nachfüllen ausgeglichen werden. Syntheseöle sind künstlich aus verschiedenen Grundstoffen hergestellt, es gibt hier die sogenannten Hydrocrack (HC) Öle, synthetische Kohlenwasserstoffe (PAO) und synthetische Ester. Diese Grundstoffe weisen einheitliche Molekülgrößen auf  und besitzen daher auch einen einheitlichen und auch höheren Siedepunkte. Daher  fällt hier der Schwund durch Verdampfung weniger ins Gewicht. Die Esterchemie ist sehr kompliziert und erfordert sehr viel Erfahrung beim Hersteller, um diese  Produkte optimal einzustellen. Wir haben dieses Know- How aus der Turbinenschmierung gewonnen und auch die heutige Motorrad-Hochleistungsöle werden von uns basierend auf der Estertechnologie entwickelt. Wir sind der  Meinung, dass nur die hochwertigsten Ester für Hochleistungsaggregate geeignet  sind. Unsere Ester haben eine sehr hohe Affinität zu Metallen, das heißt vereinfacht, eine Metalloberfläche wirkt quasi wie ein Magnet auf einen Ester. Er setzt sich unmittelbar auf die Metalloberfläche und tropft im Gegensatz zu herkömmlichen Ölen dort auch nicht mehr ab. Dieses ist insbesondere für die  Nockenwellen sehr wichtig. Wird ein Motorrad Abends abgestellt, so tropft ein  herkömmliches Öl über Nacht von der Nockenwelle ab und am nächsten Morgen, ist beim Startvorgang dort kein Öl mehr zu finden. Das heißt bis zum Zeitpunkt an  dem die Ölpumpe das Motorenöl aus der Ölwanne hochgepumpt hat, befindet sich der Motor im sogenannten Notlauf---ohne Schmierung! Trotz dieser Überragenden Eigenschaften sollte insbesondere bei Oldtimern von der Verwendung eines auf Estertechnologie basierenden Öles abgesehen werden. Denn der Ester hat mit  seiner ansonsten erwünschten, stark reinigenden Wirkung die Angewohnheit, alte  Dichtungsmaterialien (z.B.: Leder) aufzulösen. Heutige Dichtungen sind absolut  verträglich mit Estern.

Wunderadditive?
Die oben gemachten Erläuterungen verdeutlichen wie anspruchsvoll die chemische Technologie  heutzutage ist. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle auf einen Sachverhalt hinweisen, der des öfteren an uns herangetragen wird. Auf dem Markt  werden heutzutage sogenannte “ Wunderadditive ” verkauft. Diese Zusätze sind nicht auf Ihre Verträglichkeit getestet und können Motorenöle sehr negativ beeinflussen. Bitte sehen Sie von der Verwendung dieser Mittel unbedingt ab. Es  sollte einleuchtend sein, dass wir als Schmierstoffexperten, sollten diese Mittel wirklich funktionieren, sicherlich die ersten wären die sie verwenden würden.

Wie oft sollte man das Öl wechseln?
Das Motoröl sollte unter allen Umständen regelmäßig laut den Fahrzeugherstellerangaben gewechselt werden. Auch wenn nur wenige Kilometer gefahren werden, mindestens einmal jjährlich. Das beruht darauf das es einem Motorneöl recht wenig ausmacht wenn der  Motor im Betrieb ist, viel mehr Probleme verursachen die Kaltstartphasen. Denn  im kalten Betrieb gelangt viel Treibstoff in das Öl und durch die Vermischung  wird es immer dünner. Nur bei hohen Öltemperaturen, also längeren Fahrstrecken, kann der eingebrachte Treibstoff wieder ausdampfen. Zusätzlich kommt es noch zum sogenannten Motoratmen, dieses geschieht wenn der warme Motor abgestellt wird. Durch das Abkühlen verringert sich das Ölvolumen im Motor und es entsteht ein  geringer Unterdruck. Dieser bewirkt, dass kalte, feuchte Luft aus der Atmosphäre in den Motorraum gesogen wird. Dieser Effekt trägt zusätzlich zu einer Alterung des Öles bei. Bei Motorrädern die nur im Sommer gefahren werden, hat es sich  bewährt, vor dem "Einwintern" einen Ölwechsel durchzuführen. Es bilden sich während der Gebrauchsdauer aggressiven Bestandteile im Motorenöl, diese können zu Korrosion führen und damit einen Schaden im Motor während der Winterstandzeit  anrichten.

Mischbarkeit? Generell müssen alle Motorenöle  miteinander mischbar sein, ansonsten bekommen sie für den deutschen Markt keine Zulassung. Sie sollten jedoch um eine gleich bleibende Performance zu gewährleisten nur Öle miteinander mischen, die auch auf der gleichen Technologie basieren. Um den Forderungen der Fahrzeughersteller gerecht zu werden sollten  zusätzlich die gleichen Spezifikationen und die gleiche Viskositätsbezeichnung auf den Gebinden stehen. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man das bereits im  Motor befindliche Produkt auch zum Nachfüllen verwenden.

Spezifikationen
Welche Spezifikationen für Motoröle gibt es?
Mehrere Organisationen erstellen Spezifikationen für Schmierstoffe,  die zum jetzigen Zeitpunkt von Bedeutung sind:
 

SAE = Society of Automotive Engineers API = American Petroleum Institute ACEA = Association des Constructeurs Europäens de l´ Automobile (dies  ist ein Zusammenschluss der europäischen Automobilhersteller) JASO = Japan Automobile Standards Organisation


Die wichtigste Spezifikation für Motorräder ist sicherlich die JASO, nur hier wird gleichzeitig zu der  Motorenperformance auch die Kupplungsfunktion getestet.
Die Spezifikationen  der API und der ACEA basieren auf reinen Testverfahren für den automobilen  Bereich und sollen hier nicht weiter erläutert werden.
Die JASO Spezifikationen können vereinfacht so erklärt werden:
 

- JASO MA steht für Viertakt- Motorradmotoren
- JASO F steht für Zweitakt- Motorradmotoren. Hier gibt es verschiedene Leistungsklassen:

JASO FA
JASO FB raucharm (low smoke)
JASO FC raucharm (low  smoke)
 

Für die JASO F Spezifikationen gilt: je  höher der Buchstabe hinter dem F, desto höher die Leistungsfähigkeit des Öles.

Da das motorische Leistungsvermögen der JASO Zweitakt- Klassen jedoch nicht ausreicht um besonders anspruchsvolle Zweitakt-Motoren abzudecken, wurden in Europa von den Motorenherstellern ISO-Spezifikationen  ausgearbeitet.

 

- ISO-L-EGB
- ISO-L-EGC raucharm (low smoke)
- ISO-L-EGD  raucharm (low smoke)
 

Auch hier gilt: je höher der letzte  Buchstabe der Spezifikation, desto höher ist die Leistungsfähigkeit des Öles.

Gabelöle
Gabelöle bzw. Stoßdämpferöle sind unsere Spezialität. Wir sind in Deutschland und Europa auf diesem Gebiet unangefochtener Marktführer. Wir bieten für Motorräder zwei Produktgruppen, die  alle Bedürfnisse abdecken. Zum einen die SILKOLENE FORK OILS für den  Standardanwender und zum anderen SILKOLENE PRO RSF. Hierbei handelt es sich um  Rennsuspensionsflüssigkeiten mit extrem hohen Viskositätsindex (VI) für perfekte Dämpfungscharakteristiken. Der VI gibt eine Aussage darüber inwieweit sich die  Viskosität eines Öles bei zunehmender Temperatur ändert. Je höher der VI, desto geringer die Viskositätsänderung.
Der Viskositätsindex sollte bei einem  Gabelöl möglichst hoch sein. Dadurch wird gewährleistet, dass sich die Dämpfungseigenschaften während des Fahrbetriebes und bei wechselnden  Temperaturen nicht Ändern. Die Viskosität des Gabelöls hat direkten Einfluss auf die Federungseigenschaften. Diese können im Rahmen der Herstellervorgaben durch die gezielte Wahl eines Gabelöls mit einer spezifischen Viskosität oder auch durch Mischen verschiedener Viskositäten verändert und an die persönlichen Anforderungen angepasst werden.